In einer Mietwohnung in einem Moskauer Vorort spielt Paulina mit ihrer kleinen Tochter Aurora.

Mit gerade einmal 20 Jahren passt ihr die Mutterschaft und Aurora ist ein glückliches, kicherndes Kind.

Doch wie so viele in Russland und der Ukraine steht ihr Vater an vorderster Front – und Paulina möchte, dass er nach Hause kommt.

Sie sagt: „Ich habe mit meinem Mann gesprochen und er sagte: ‚Verlangen Sie keine Sozialleistungen oder Geld. Bitten Sie darum, dass wir nach Hause kommen.‘

„Wenn mein Mann mir sagen würde, ich solle fragen, dann werde ich es tun. Ich glaube nicht, dass ich gegen Gesetze verstoße.“

Ihr Mann wurde im Oktober letzten Jahres mobilisiert, einer von 300.000 Teilmobilisierungen, die Schockwellen in der russischen Gesellschaft auslösten.

Die Zustimmungswerte von Präsident Wladimir Putin sanken, Hunderttausende flohen aus dem Land und Menschen gingen auf die Straße – doch diese Proteste wurden schnell unterdrückt.

Doch mehr als ein Jahr später setzen sich kleine Gruppen von Frauen wie Paulina dafür ein, ihre Ehemänner nach Hause zu holen, mit Videoaufrufen in den sozialen Medien und einigen öffentlichen Protestversuchen, die von den Behörden schnell abgebrochen werden.

Von UKIN

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